Das Porträt steht gegen Vergänglichkeit. Auftragsarbeiten waren über Jahrhunderte selbstverständlich. Sie ermöglichten den Künstlern, materiell zu überleben, gaben ihnen aber auch die Chance, ihr Schaffen weiterzuentwickeln. Der Auftraggeber spielte quasi als Mäzen eine wichtige Rolle in der Kunstgeschichte. Eine der Intentionen des Frankfurter Galeristen Ernst Hübner ist es, diese Aufgabe nicht nur ? wie heute üblich ? den Banken oder offiziellen Institutionen zu überlassen, sondern ihr eine breitere Basis zu geben. Mit diesem Wagnis stellt er sich in die Tradition der Porträt-Malerei und bietet sich als Vermittler an. Er hat in seiner Galerie eine Gruppe international bekannter, zumeist junger Künstler zusammengeführt, die sich mit der Abbildung von Menschen beschäftigen: Beza, Irene Bisang, Jula Dech, Marlene Dumas, James Lloyd, Robert Lyons, Dieter Mammel, Tony Oursler, Michael Schäfer, Margund Smolka, Gil Shachar, Martin Wolke |