Dem komplexen Phänomen der Täuschung ging
eine zweiteilige, interdisziplinäre Veranstaltung der Montag
Stiftung Bildende Kunst nach. Sie fand im Rahmen des
Kunstprojekts „Eine Höhle für Platon“ im Sommer 2009 in Bonn
statt. Wie im Platonischen Höhlengleichnis, das von den
Schatten der Erscheinungen zu den Ideen gelangt, war dabei
manche (Ent-)Täuschung vorprogrammiert – nämlich in der
Erkenntnis, was Täuschungen ausmacht und wie sie
funktionieren.
Eingeladen waren ein Zoologe, eine Gerichtspsychologin, ein
Architekt, eine Sprachwissenschaftlerin sowie Kunst- und
Medienwissenschaftler. In Vorträgen, im Gespräch miteinander
und mit dem Publikum wurde das komplexe Phänomen von
verschiedenen Seiten beleuchtet.
Mit Beiträgen von Prof. Dr. Rafael Capurro,
Institut für Informationsethik, Steinbeis Hochschule Berlin;
Dipl.Ing. Dr. Wolfgang Koelbl, Architekt und Theoretiker, Wien;
Prof. Dr. Klaus Lunau, Zoologe, AG Sinnesökologie, Universität
Düsseldorf; Prof. Dr. Hans Ulrich Reck, Philosoph,
Kunstwissenschaftler, Publizist, Kunsthochschule für Medien
Köln; Dr. Susanne Schulte, Literaturwissenschaftlerin,
Geschäftsführerin der GWK, Münster; PrivDoz. Dr. Renate
Volbert, Fachpsychologin für Rechtspsychologie, Charité Berlin;
Redaktion: Dr. Stefan Rasche, Berlin