AUSSTELLUNGSKATALOGE

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Jan Albers / Jens Ullrich – Kollekte
Vorwort von Markus Heinzelmann, Stefanie Kreuzer und Astrid Legge. Texte von Doris Krystof, Karl Friedrich Schröer
Jan Albers / Jens Ullrich – Kollekte
Herausgeber / Museum Morsbroich
Paperback
Seiten: 84
42 Abb. in Farbe, 20 Abb. s/w
dt
978-3-940748-83-6
EUR 22,00*
SFR 39,00*
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Die beiden Künstler Jan Albers und Jens Ullrich „kuratieren“ das Förderprojekt der Provinzial Rheinland Versicherungen im Museum Morsbroich. Seit 2005 besteht die Partnerschaft mit der Versicherungsgesellschaft (mit insgesamt zehn ausgewählten Museen im Rheinland), innerhalb der verschiedene Ausstellungs- und Förderprogramme entstehen.
Das Museum Morsbroich lädt gemeinsam mit der Provinzial für Auswahl 8 nun erstmals Künstler dazu ein, die Sammlung des Unternehmens zu sichten und aus dieser Werke für die Ausstellung auszuwählen. Diese Zusammenstellung bildet unter dem Titel Kollekte gemeinsam mit Arbeiten der Künstler und einer Auswahl von Werken aus der Sammlung des Museum Morsbroich eine eigenwillige Neuinszenierung kunstgeschichtlicher Bezüge und Perspektiven. Die Ausstellung schließt historische Positionen mit Arbeiten der Künstler kurz und schlägt aus dieser ungewöhnlichen Verbindung neue Funken der Betrachtung. Das so entstehende Netzwerk komplexer Bezüge und Verweise schafft damit einen völlig neuen Blick auf künstlerische Positionen und spielt mit traditionellen Kategorien und Begrifflichkeiten unserer »klassischen“« Betrachtungsweise.
Jan Albers (*1971) und Jens Ullrich (*1968) gehören zu einer jungen, konzeptuell arbeitenden Künstlergeneration, die sich in ihren Arbeiten immer wieder auf die Sprache der Moderne beziehen, diese hinterfragen und in ihrer Ausdrucksdimension ausloten. In einer Serie von Arbeiten sammelt Jens Ullrich Pressefotos von politischen Demonstrationen auf der ganzen Welt und verwendet diese als Ausgangsbasis für seine künstlerische Intervention. So ersetzt er die Sprache auf den Transparenten durch abstrakte, ornamentale schwarz-weiß Symbole. Die scheinbar eindeutige Sprache der politischen Botschaften wird dadurch zur Demonstration für die Autonomie mehrdeutiger visueller Zeichen überführt – und damit in gewisser Weise auch zur Demonstration für abstrakte Kunst. Jan Albers eignet sich Elemente der Pop- und Alltagskultur sowie kunsthistorische Inhalte an und übersetzt sie in abstrakte Strahlenbündel, die bei genauerer Betrachtung zu Porträts werden. In weiteren Werkserien verwendet der in Namibia aufgewachsene Künstler bewusst Materialien, ‚Stoffe’, die bereits durch gesellschaftspolitische oder (kunst)historische Belange Aufladung erfahren haben. Diese „Formenzitate“ sind in Jan Albers’ Arbeiten jedoch stets einem flexiblen Prozess der Distanzierung, Verknüpfung und Neuinterpretation unterworfen.

Subskriptionspreis bis 28. August 2008: 18,00 Euro (sFr 33.00), ab 29. August 2009: 22,00 Euro (sFr 39,00)