AUSSTELLUNGSKATALOGE

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Slow Paintings
Vorwort Markus Heinzelmann. Text Heinz Knobeloch, Wolfgang Ullrich
Slow Paintings
Herausgeber / Markus Heinzelmann
Leinenband mit Schutzumschlag
Seiten: 160
60 Abbildungen in Farbe
dt
978-3-941185-99-9
EUR 29,00*
SFR 48,00*
Lieferbar
Die Publikation widmet sich der Entwicklung der aufwendigen Malerei, die seit den frühen
sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts in der Kunstgeschichte als kontinuierlich angewendete Strategie zu beobachten ist. Mit mehr als 60 Gemälden von 32 Künstlern bietet »Slow Paintings« einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Techniken und konzeptuellen Ansätze,
die das »langsame Bild« charakterisieren. Die ausgedehnte Zeit, die die Künstler in die Produktion des Werkes investiert haben, wird für den Betrachter durch eine nachhaltigen Entschleunigung seiner Rezeption wirksam.
Am chronologischen Beginn stehen Ad Reinhardts »Abstract Painting« aus dem Jahr 1961 und Konrad Klaphecks »Das Kinderfräulein« von 1964, ein abstraktes und ein gegenständliches Gemälde. Ad Reinhardts Bild eines schwarzen Kreuzes auf schwarzem Grund betont mit
seiner stupenden Vielzahl von übereinander geschichteten Farblasuren den meditativen Charakter sowohl des Malens selbst als auch der intensiven Betrachtung dieses extrem vielschichtigen Werks. Klaphecks mit »Kinderfräulein« betiteltes Porträt einer Schreibmaschine zeigt dagegen, wie die altmeisterlichen Maltechniken auch und gerade im 20. Jahrhundert zur Beschreibung einer so liebevoll wie verstörend surrealen Bildwelt dienen können. John Currins »Girl in Bed«
von 1993 knüpft auf »trashige« Weise an diese Idee an, während Künstlerinnen und Künstler wie Tomma Abts, Adrian Schiess oder Ekrem Yalçinda die Tradition der abstrakten Malerei auf neue Weise fortführen.