Bonn. Schwimmende Fische hinter Fensterscheiben, ein Sturm
der unter Wasser tobt, Spiegel, die in die Unendlichkeit führen
und Worte aus Licht, die mit grünlich leuchtenden Spuren auf
Wänden, Decke und Boden „wahre“ Werte beschwören. Das
Kunstprojekt EINE HÖHLE FÜR PLATON fragte, inspiriert vom
Höhlengleichnis des griechischen Philosophen, nach dem Kern der
Dinge. Es täuschte, enttäuschte, spielte mit Wahrnehmung und
suchte nach Erkenntnis. Mit 11 raumfüllenden Arbeiten von
sieben Künstlern − Jürgen Albrecht, Harald Fuchs, Carsten
Gliese, Andreas M. Kaufmann, Mischa Kuball, Vollrad Kutscher
und Max Sudhues – zeigte es, wie aktuell der fast 2.500 Jahre
alte Platon-Text heute (wieder und immer noch) ist.
Jetzt ist das Buch zu der von Ingrid Raschke-Stuwe kuratierten
Ausstellung erschienen, die von April bis Juni dieses Jahres in
der morbiden, seit langem leer stehenden Bonner Rheinvilla
Ingenohl zu sehen war. Es dokumentiert auf 133 Seiten und mit
mehr als 100 Fotos die eigens für EINE HÖHLE FÜR PLATON
entstandenen Arbeiten und greift mit übergeordneten Texten den
vielschichtigen Themenkanon des Projektes auf. Der
deutsch-englische Katalog wird ergänzt durch eine DVD mit
Künstlerportraits.
Link zur Montagsstiftung